Maulwürfe im Garten: Wie das Vertreiben legal gelingt

Ein von Maulwurfshügeln durchzogener Rasen ist für viele Gartenbesitzende ein Ärgernis. Die aufgeworfenen Erdhaufen stören das Bild einer gepflegten Grünfläche und können die Rasenpflege erschweren. Dabei ist die Anwesenheit eines Maulwurfs (Talpa europaea) grundsätzlich ein positives Zeichen, denn sie deutet auf einen gesunden, lebendigen Boden mit einem reichen Nahrungsangebot hin. Der unterirdisch lebende Insektenfresser ist ein wertvoller Helfer, der zahlreiche als Schädlinge geltende Bodentiere wie Insektenlarven oder Schneckeneier vertilgt.
Die entscheidende Grundlage für den Umgang mit dem Tier ist der rechtliche Status: Der Maulwurf ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) eine besonders geschützte Art. Es ist strengstens verboten, ihn zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Jegliche Handlungen, die dem Tier schaden könnten, sind untersagt und können mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden. Lediglich das sanfte Vertreiben, auch als Vergrämung bezeichnet, ist eine legale Möglichkeit, den Maulwurf zum Umzug zu bewegen, ohne ihm dabei zu schaden.
Woran sind Maulwurfsaktivitäten zu erkennen?
Die typischen Maulwurfshügel
Das offensichtlichste Anzeichen für einen Maulwurf im Garten sind die charakteristischen Erdhügel. Diese entstehen, wenn das Tier beim Graben seiner unterirdischen Gänge überschüssiges Erdreich an die Oberfläche schiebt. Ein klassischer Maulwurfshügel ist meist hoch und kegelförmig, die Erde ist feinkrümelig und enthält keine Pflanzenreste. Das Loch, durch das die Erde nach oben befördert wurde, befindet sich direkt unter der Spitze des Hügels und wird vom Maulwurf oft wieder verschlossen.
Eine Verwechslung mit den Hügeln von Wühlmäusen ist möglich, doch es gibt klare Unterscheidungsmerkmale. Wühlmaushügel sind in der Regel flacher, länglicher und unregelmäßiger geformt. Der Eingang zum Gang liegt bei Wühlmäusen seitlich am Hügel und bleibt offen. Zudem finden sich in der aufgeworfenen Erde von Wühlmäusen oft Wurzel- und Pflanzenreste, da diese Nagetiere sich rein pflanzlich ernähren.
Das Gängesystem unter der Erde
Unter der Rasenoberfläche legt der Maulwurf ein komplexes und weit verzweigtes System aus Tunneln an. Dieses dient verschiedenen Zwecken: Es gibt Jagd- und Laufgänge, die regelmäßig nach Beute abgesucht werden, sowie tiefer liegende Wohnkammern und Vorratslager. Die oberflächennahen Jagdgänge befinden sich häufig nur 10 bis 20 Zentimeter unter der Grasnarbe. Die charakteristischen Hügel entstehen nur, wenn neue Gänge angelegt werden und das Aushubmaterial entsorgt werden muss.
Ein einzelner Maulwurf kann ein Revier von mehreren hundert Quadratmetern bewohnen und dieses mit einem dichten Netz aus Tunneln durchziehen. Die Gänge selbst sind ein wichtiger Lebensraum für das Tier, weshalb auch ihre Zerstörung gesetzlich untersagt ist. Die Aktivität ist ein Zeichen für einen lockeren und belebten Boden, der dem Tier ideale Bedingungen bietet.
Positive Aspekte der Grabtätigkeit
Auch wenn die Hügel als störend empfunden werden, hat die Arbeit des Maulwurfs positive Effekte auf den Gartenboden. Durch das ständige Graben wird die Erde tiefgründig gelockert und belüftet. Dies verbessert die Bodenstruktur, fördert das Wurzelwachstum von Pflanzen und kann Staunässe entgegenwirken. Die Gänge helfen bei der Drainage des Bodens, indem sie Wasser besser abfließen lassen.
Darüber hinaus ist der Maulwurf ein effektiver Nützling im Garten. Auf seinem Speiseplan stehen hauptsächlich Regenwürmer, aber auch viele Organismen, die im Garten Schäden anrichten können. Dazu gehören beispielsweise die Larven von Schnaken (Tipula), die Wurzeln von Gräsern fressen, oder verschiedene Engerlinge. Durch die Regulierung dieser Populationen leistet der Maulwurf einen Beitrag zum biologischen Gleichgewicht.
Welche rechtlichen Rahmenbedingungen sind zu beachten?
Der Schutzstatus des Maulwurfs
Der Europäische Maulwurf ist in Deutschland durch das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) als "besonders geschützte Art" eingestuft. Gemäß § 44 Abs. 1 BNatSchG ist es verboten, wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Dieser Schutz erstreckt sich ebenso auf ihre Entwicklungsformen, wie zum Beispiel Jungtiere im Nest.
Das Gesetz schützt nicht nur das Tier selbst, sondern auch seine Fortpflanzungs- und Ruhestätten. Das bedeutet, dass die unterirdischen Gangsysteme und Nester nicht beschädigt oder zerstört werden dürfen. Jegliche Maßnahme, die über eine reine Störung zur Vergrämung hinausgeht, stellt einen Gesetzesverstoß dar.
Konsequenzen bei Verstößen
Wer gegen die Schutzbestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes verstößt, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Das Töten eines Maulwurfs oder die Zerstörung seines Bausystems gilt als Ordnungswidrigkeit und kann mit hohen Bußgeldern geahndet werden. Die Höhe der Strafen variiert je nach Bundesland, kann aber mehrere tausend Euro betragen.
Ausnahmen von diesem strengen Schutz können nur in sehr seltenen Fällen von der zuständigen Naturschutzbehörde genehmigt werden. Dies ist beispielsweise denkbar, wenn die Grabtätigkeit die Stabilität von Deichen oder die Sicherheit von Sportanlagen nachweislich gefährdet. Für private Gärten wird eine solche Ausnahmegenehmigung in der Regel nicht erteilt.
Was genau bedeutet "Vergrämen"?
Der einzige legale Weg, einen Maulwurf aus dem eigenen Garten zu entfernen, ist die sogenannte Vergrämung. Darunter werden Maßnahmen verstanden, die das Lebensumfeld des Tieres so unangenehm gestalten, dass es dieses freiwillig verlässt und sich ein neues Revier sucht. Das Ziel ist es, den Maulwurf durch sanfte Störungen zu einem Umzug zu bewegen, ohne ihm dabei körperlichen Schaden zuzufügen.
Alle Vergrämungsmethoden müssen dem Tierschutz gerecht werden. Sie basieren darauf, die empfindlichen Sinne des Maulwurfs – insbesondere den Gehör-, Tast- und Geruchssinn – anzusprechen und ihn dadurch zu stören. Dauerhafter Lärm, Vibrationen oder unangenehme Gerüche signalisieren dem Tier Gefahr oder machen den Aufenthalt unerträglich.
Welche Methoden zur Vergrämung sind erlaubt und wirksam?
Störungen durch Geräusche und Vibrationen
Maulwürfe sind sehr empfindlich gegenüber Erschütterungen und Lärm, da sie diese als Anzeichen für Gefahr deuten. Regelmäßige Störungen können die Tiere dazu veranlassen, ruhigere Gebiete aufzusuchen. Eine einfache Methode besteht darin, Metallstangen in die Nähe der Hügel in den Boden zu schlagen und mehrmals täglich kräftig dagegen zu klopfen. Die Vibrationen übertragen sich durch den Boden und stören den Maulwurf in seinen Gängen.
Auch die alltägliche Gartennutzung kann zur Vergrämung beitragen. Regelmäßiges Rasenmähen, spielende Kinder oder das Aufstellen von Windspielen, deren Masten die Vibrationen in den Boden leiten, erzeugen eine konstante Unruhe. Insbesondere Mähroboter, die täglich ihre Runden drehen, erzeugen eine dauerhafte Störquelle. Eine korrekte Mähroboter-Installation sorgt für eine flächendeckende und regelmäßige Befahrung.
Im Handel sind zudem spezielle Geräte erhältlich, die Ultraschalltöne oder Vibrationen in Intervallen aussenden. Diese batterie- oder solarbetriebenen Stäbe werden in den Boden gesteckt und sollen den Maulwurf durch permanente Reize vertreiben. Die Wirksamkeit solcher Geräte wird unterschiedlich bewertet und kann von den Bodenverhältnissen und der individuellen Empfindlichkeit des Tieres abhängen.
Vertreiben mit unangenehmen Gerüchen
Der Geruchssinn des Maulwurfs ist exzellent entwickelt und spielt eine zentrale Rolle bei der Orientierung und Nahrungssuche. Diese Empfindlichkeit lässt sich für die Vergrämung nutzen, indem stark riechende Substanzen in die Gänge eingebracht werden. Der Maulwurf meidet Bereiche, in denen unangenehme oder bedrohlich wirkende Gerüche wahrgenommen werden.
Geeignete Hausmittel sind beispielsweise saure Milch, Buttermilch, eine Brühe aus Knoblauchzehen oder zerstoßenen Zwiebeln. Diese Flüssigkeiten werden direkt in die geöffneten Gänge gegossen. Auch in Alkohol oder Petroleum getränkte Lappen, die in die Tunnelöffnungen gesteckt werden, können wirksam sein. Wichtig ist, dass diese Maßnahmen regelmäßig wiederholt werden, da die Geruchsintensität mit der Zeit nachlässt.
Darüber hinaus gibt es kommerzielle Vergrämungsmittel auf biologischer Basis. Diese enthalten meist stark riechende pflanzliche Wirkstoffe, wie Lavandinöl oder Extrakte anderer aromatischer Pflanzen. Sie sind als Granulat, Gel oder Flüssigkeit erhältlich und werden ebenfalls direkt in das Gangsystem eingebracht, um eine langanhaltende Geruchsbarriere zu schaffen.
Wie können Hausmittel zur Maulwurf-Abwehr eingesetzt werden?
Pflanzliche Abwehrmittel
Bestimmten Pflanzen wird eine abwehrende Wirkung auf Maulwürfe nachgesagt. Ihr intensiver Geruch, insbesondere der ihrer Wurzeln, soll die Tiere auf Abstand halten. Zu diesen sogenannten "abwehrenden Pflanzen" gehören die Kaiserkrone (Fritillaria imperialis) und die Kreuzblättrige Wolfsmilch (Euphorbia lathyris). Deren Wurzeln sondern einen Duft ab, der von Maulwürfen als unangenehm empfunden werden kann.
Auch stark riechende Nutzpflanzen wie Knoblauch oder Zwiebeln können, strategisch am Rand von Beeten oder Rasenflächen gepflanzt, eine gewisse Barrierewirkung entfalten. Die Wirksamkeit dieser Methode ist nicht wissenschaftlich belegt und hängt von vielen Faktoren ab. Sie stellt jedoch eine sanfte und natürliche Ergänzung zu anderen Vergrämungsmaßnahmen dar und kann präventiv eingesetzt werden.
Herstellung und Anwendung von Geruchssubstanzen
Selbst hergestellte, stark riechende Flüssigkeiten sind eine kostengünstige Methode zur Vergrämung. Eine bewährte Anleitung ist die Erstellung eines Knoblauchsuds. Hierfür wird eine größere Menge Knoblauchzehen zerdrückt oder fein gehackt und mit Wasser aufgegossen. Die Mischung sollte einige Stunden ziehen oder kurz aufgekocht werden, um die ätherischen Öle freizusetzen. Nach dem Abkühlen wird der Sud unverdünnt in die Gänge gegossen.
Eine weitere, sehr geruchsintensive Variante ist das Ansetzen einer Brennnesseljauche. Diese entsteht durch die Vergärung von Brennnesseln in Wasser über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen. Die dabei entstehende Flüssigkeit hat einen extrem penetranten Geruch, der nicht nur Maulwürfe, sondern auch andere Tiere stören kann. Bei der Ausbringung ist zu beachten, dass der Geruch auch für Menschen sehr intensiv ist.
Die Anwendung erfolgt in einer gezielten Schrittfolge:
- Gang lokalisieren: Mit einem Stab wird vorsichtig zwischen den Hügeln in den Boden gestochen, um einen oberflächennahen Gang zu finden. Ein Nachgeben des Bodens signalisiert einen Hohlraum.
- Gang öffnen: An dieser Stelle wird ein kleines Loch gegraben, um einen Zugang zum Tunnelsystem zu schaffen.
- Vergrämungsmittel einbringen: Die vorbereitete Flüssigkeit wird in den Gang gegossen oder der getränkte Lappen wird hineingeschoben.
- Zugang verschließen: Die Öffnung wird anschließend wieder mit Erde verschlossen, damit sich der Geruch im Gangsystem ausbreiten kann.
- Anwendung wiederholen: Dieser Vorgang sollte an mehreren Stellen des Gangsystems und in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, um den Maulwurf aus dem gesamten Bereich zu vertreiben.
Nutzung von Tierhaaren
Ein weiterer Ansatz, der auf dem Geruchssinn des Maulwurfs basiert, ist die Verwendung von Haaren von Fressfeinden. Büschel von Hunde- oder Katzenhaaren werden gesammelt und direkt in die Maulwurfsgänge gestopft. Der Geruch dieser Tiere signalisiert dem Maulwurf die Anwesenheit eines potenziellen Jägers und kann ihn zur Flucht veranlassen.
Der Erfolg dieser Methode ist abhängig davon, wie intensiv und frisch der Geruch ist. Die Wirkung lässt mit der Zeit nach, weshalb die Haare regelmäßig erneuert werden müssen. Es ist eine einfache und vollkommen unschädliche Methode, die sich gut mit anderen Vergrämungstaktiken kombinieren lässt.
Welche Maßnahmen sind verboten und sollten unterlassen werden?
Fallen und mechanische Bekämpfung
Der Einsatz jeglicher Fallen, die den Maulwurf fangen oder töten, ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz strikt verboten. Dazu zählen insbesondere die klassischen Scherfallen, Zangenfallen oder auch Wippfallen, die früher zur Bekämpfung eingesetzt wurden. Schon das Aufstellen solcher Fallen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, unabhängig davon, ob tatsächlich ein Tier gefangen wird.
Auch der Einsatz von Lebendfallen ist nicht gestattet. Das Gesetz verbietet bereits das "Nachstellen" und "Fangen" der Tiere. Abgesehen von der Illegalität bedeutet das Einfangen für den Maulwurf enormen Stress. Als Einzelgänger mit einem hohen Stoffwechsel kann er bereits nach wenigen Stunden ohne Nahrung sterben.
Einsatz von Gift und Gas
Die Verwendung von Giftködern oder die Begasung der Gänge sind ebenfalls illegal und extrem gefährlich. Produkte wie Giftweizen oder spezielle Giftpasten sind für die Maulwurfbekämpfung nicht zugelassen. Die Anwendung solcher Mittel ist nicht nur eine Straftat nach dem Tierschutz- und Naturschutzgesetz, sondern birgt auch erhebliche Risiken für die Umwelt.
Chemische Gase oder die oft praktizierte Methode, Karbid in die Gänge zu legen und mit Wasser zu übergießen, sodass Acetylengas entsteht, sind hochgradig tierschutzwidrig und können andere Tiere und das Bodenleben schädigen. Zudem besteht bei unsachgemäßer Handhabung eine Gefahr für den Anwendenden selbst. Diese Methoden sind unter allen Umständen zu unterlassen.
Fluten der Gänge mit Wasser
Das gezielte und massive Fluten des gesamten Gangsystems mit einem Gartenschlauch wird oft als Hausmittel empfohlen, ist aber eine tierschutzwidrige Praxis. Der Maulwurf hat in einem plötzlich überfluteten Bau kaum eine Chance zu entkommen und ertrinkt mit hoher Wahrscheinlichkeit in seinen Gängen oder im Nest. Dies stellt keine sanfte Vergrämung dar und ist daher nicht erlaubt.
Eine Ausnahme stellt das Einbringen kleinerer Mengen Flüssigkeit dar, wie es bei der Verteilung von geruchsintensiven Brühen der Fall ist. Hierbei geht es nicht um das Fluten des Systems, sondern um die Verbreitung des Geruchs. Die Wassermenge ist dabei so gering, dass für das Tier keine unmittelbare Lebensgefahr besteht.
Die folgende Tabelle fasst die rechtliche Einordnung gängiger Methoden zusammen:
| Methode | Beschreibung | Rechtliche Einordnung |
|---|---|---|
| Geräusche & Vibrationen (z.B. klopfende Stangen, Windräder) | Erzeugung von Lärm und Erschütterungen zur Störung. | Erlaubt |
| Geruchsstoffe (z.B. Buttermilch, Knoblauchsud, spezielle Präparate) | Einbringen von stark riechenden Substanzen in die Gänge. | Erlaubt |
| Abwehrende Pflanzen (z.B. Kaiserkrone) | Anpflanzen von Gewächsen, deren Geruch den Maulwurf stört. | Erlaubt |
| Horizontale/Vertikale Sperren (Gitter) | Mechanische Barrieren, die das Graben verhindern. | Erlaubt |
| Totschlagfallen (z.B. Scherenfalle) | Mechanische Vorrichtungen zum Töten des Tieres. | Streng verboten |
| Lebendfallen | Vorrichtungen zum Fangen des Tieres. | Verboten |
| Giftköder und Begasung (z.B. mit Karbid) | Einsatz von chemischen Substanzen zur Tötung. | Streng verboten |
| Fluten der Gänge mit viel Wasser | Gezieltes Ertränken des Tieres in seinem Bau. | Verboten |
Wie lässt sich ein erneuter Befall verhindern?
Installation von Maulwurfsperren
Die effektivste und dauerhafteste Methode zur Verhinderung von Maulwurfshügeln ist die Installation einer mechanischen Barriere. Eine horizontale Maulwurfsperre ist ein engmaschiges, verrottungsfestes Kunststoff- oder Metallgitter, das flächig unter dem Rasen verlegt wird. Es wird idealerweise bei der Neuanlage einer Rasenfläche in einer Tiefe von etwa 10 Zentimetern ausgebracht. Der Maulwurf kann darunter zwar weiterhin Gänge anlegen, wird aber am Durchgraben zur Oberfläche und am Aufwerfen von Hügeln gehindert.
Eine vertikale Maulwurfsperre schützt das gesamte Grundstück vor dem Eindringen von Maulwürfen aus der Nachbarschaft. Hierfür werden spezielle Platten aus Kunststoff oder Metall senkrecht entlang der Grundstücksgrenze eingegraben. Um wirksam zu sein, muss diese Barriere mindestens 60 bis 80 Zentimeter tief in den Boden reichen und an der Oberfläche wenige Zentimeter herausragen. Diese Methode ist sehr aufwändig, aber eine sehr sichere Lösung, um den Garten maulwurffrei zu halten. Das Vorhaben kann mit Maßnahmen zum Garten richtig eingrenzen kombiniert werden.
Gestaltung eines unattraktiven Lebensraums
Vorbeugende Maßnahmen können auch darin bestehen, den Garten für den Maulwurf weniger attraktiv zu machen. Da die Tiere lockere, humusreiche Böden mit einem reichen Nahrungsangebot bevorzugen, können Bodenveränderungen eine gewisse Wirkung zeigen. Eine starke Verdichtung des Bodens durch eine Rasenwalze macht das Graben für den Maulwurf anstrengender, kann sich jedoch negativ auf die Rasenqualität und das Bodenleben auswirken.
Die beste und sanfteste Methode, einen Lebensraum unattraktiv zu gestalten, ist die Erzeugung von permanenter Unruhe. Regelmäßige Aktivitäten im Garten wie Mähen, Spielen und andere Gartenarbeiten signalisieren dem sicherheitsliebenden Tier eine ständige Störung. Wer plant, den Außenbereich umzugestalten, kann dies nutzen, um durch die Bauarbeiten eine intensive Störphase zu erzeugen, die den Maulwurf zum Weiterziehen bewegen kann.
Die Maulwurfshügel sinnvoll nutzen
Anstatt sich nur über die Erdhaufen zu ärgern, lässt sich deren Inhalt auch positiv verwenden. Die Erde, die der Maulwurf an die Oberfläche befördert, ist von exzellenter Qualität. Sie ist feinkrümelig, locker, steinfrei und in der Regel frei von Unkrautsamen, da sie aus tieferen Bodenschichten stammt. Diese Erde eignet sich hervorragend als Anzuchterde für Jungpflanzen, zur Befüllung von Blumentöpfen und Balkonkästen oder zur Verbesserung der Bodenstruktur in Gartenbeeten.
Das Einsammeln der Erde ist einfach: Die Hügel werden mit einer Schaufel abgetragen und die Erde in einem Eimer oder einer Schubkarre gesammelt. Nach dem Einebnen der Hügel kann die darunterliegende Grasnarbe wieder andrücken werden. So wird aus dem vermeintlichen Ärgernis ein wertvoller Rohstoff für den eigenen Garten gewonnen und die Rasenfläche gleichzeitig wiederhergestellt.
Häufige Fragen zu Maulwurf vertreiben
Ist der Maulwurf ein Schädling?
Nein, aus biologischer Sicht ist der Maulwurf kein Schädling, sondern ein Nützling. Er frisst keine Pflanzen, sondern ernährt sich von Insekten, Larven und Würmern im Boden. Seine Grabtätigkeit lockert und belüftet die Erde, was die Bodenqualität verbessert. Lediglich die aufgeworfenen Hügel auf Rasenflächen werden als störend empfunden.
Hält der Maulwurf Winterschlaf?
Nein, Maulwürfe halten keinen Winterschlaf. Sie sind das ganze Jahr über aktiv. Im Winter, wenn der Boden an der Oberfläche gefriert, ziehen sie sich in tiefere, frostfreie Erdschichten zurück. Dort legen sie auch Vorratskammern an, in denen sie Regenwürmer durch einen Biss lähmen und für schlechte Zeiten lagern.
Wie schnell wirkt eine Vergrämung?
Die Wirksamkeit und Dauer von Vergrämungsmaßnahmen sind sehr unterschiedlich. Es gibt keine Garantie für einen schnellen Erfolg. Manchmal verlässt der Maulwurf das Areal innerhalb weniger Tage, in anderen Fällen kann es Wochen dauern. Wichtig sind Geduld und die konsequente, wiederholte Anwendung der gewählten Methode.
Kann die Erde der Hügel verwendet werden?
Ja, unbedingt. Die Erde aus Maulwurfshügeln ist eine ausgezeichnete, feinkrümelige und nährstoffreiche Gartenerde. Sie ist ideal für die Anzucht von Pflanzen, als Substrat für Topf- und Kübelpflanzen oder zur Bodenverbesserung in Beeten. Es lohnt sich, diese hochwertige Erde zu sammeln und zu nutzen.
Kommt der Maulwurf wieder zurück?
Ein einmal vertriebener Maulwurf kommt in der Regel nicht in dasselbe Revier zurück. Es ist jedoch möglich, dass ein anderes Individuum das nun freie Territorium besetzt, wenn die Bedingungen im Garten (lockerer Boden, viel Nahrung) weiterhin ideal sind. Dauerhafte Präventionsmaßnahmen wie regelmäßige Störungen oder eine Maulwurfsperre können einen erneuten Befall verhindern.


